Wie man bereits an seinem Lebenslauf ermitteln mag, legte Willy sich nicht nur auf die Kunstrichtung fest. Malerei sowie die Musik fanden beide einen festen Platz im Leben von Wiedmann. Dieser bindete die Musik zum Teil selbst mit in seine Bilder ein. Willy erschuf alles in allem 150 Opus-Werke. Außerdem arbeitete er als freier Musikant ebenso wie Komponist am Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Über 10 Jahre musizierte Wiedmann als Jazzer, damit er das Studium finanzieren konnte. In dieser Zeit arbeitete er mit weltbekannten Künstlern und Musikern zusammen. Unter anderem mit: Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und Lionel Hampton. Allerdings stellte er nach einiger Zeit fest: Die Musik allein reicht ihm nicht!, Martin Wiedmann, dem Sohn des verstorbenen Künstlers Willy Wiedmann, ist es zu verdanken, dass das Projekt seines Vaters der Allgemeinheit präsentiert wird. Willy arbeitete sechzehn Jahre an der farbigen Heiligen Schrift. Die Anregung zu der Bibel kam dem Künstler, als er einen Auftrag erhielt, die Kirche in Zuffenhausen auszumalen. Die Idee der Willy zu seinem Lebenswerk brachte, war die Verbindung zwischen Kirche wie auch Kunst: Die künstlerische Darstellung der Bibel. Von anderen Künstlerbibeln unterscheidet sich die Wiedmann Bibel ebenso darin, dass sie auf jeden kleinen Text verzichtet. Die Wiedmann Bibel setzt sich aus puren ineinander übergehenden Bildern zusammen, die für sich selbst sprechen und wirken vermögen., Nach dem Studium entwickelte Willy seinen persönlichen Malstil, den so genannten „Polykonmalerei“. Diesen stellte dieser zum 1. mal 1965 in Stuttgart aus ebenso wie zu dem späteren Zeitpunkt weltweit. Jedoch blieb es keinesfalls hierbei, dass er ausschließlich auf Blättern und Leinwänden malte. In erster Linie war Wiedmann sehr von der Kirchenmalerei begeistert. Er gestaltete und bemalte insgesamt vier Kirchen künstlerisch. Darunter befanden sich ebenso die Martinskirche wie auch die Pauluskirche in Zuffenhausen. 1982 fertigte Wiedmann vorerst das „Martinsfenster“ hinsichtlich der Martinskirche, in Zusammenarbeit mit Volker Saile und Laleh Bastian an ebenso wie 2 Jahre später begann er die komplette Ausmalung der Pauluskirche zu übernehmen., In dem NT ist Josef aus Nazaret der Verlobte wie auch dann der Ehemann Marias, der Mutter Jesu. Er wird in Form eines Handwerkers aus Nazaret vorgestellt ebenso wie aufgrund dessen in der christlichen Tradition als Zimmermann bezeichnet. Das NT offenbart, dass Josef seitens der Bevölkerung als Jesus Vater geschätzt wird. Lukas sowie Matthäus andererseits sagen, dass Josef lediglich der gesetzliche und somit keinesfalls biologische Vater ist, da dieser nicht durch menschliche Zeugung, stattdessen anhand der Folge von dem Heiligen Geistes entstanden ist. Dem folgt die kirchliche Lehre von der Jungfrauengeburt. Ein Engel befahl Josef im Traum die Flucht nach Ägypten, wo er sich bis zum Lebensende des Herodes aufhielt., Maria ist die in dem NT erwähnte Mutter des Jesus von Nazaret. Maria lebte mit Josef ebenso wie anderen Angehörigen in Nazaret. Maria ist auch im Heiligen Buch des Islam als jungfräuliche Mutter Jesu erwähnt. Maria tritt nur an ein paar Stellen und in der Regel am Rande auf, in den meisten neutestamentlichen Schriften wird diese keinesfalls erwähnt. Die Historizität der vorhandenen neutestamentlichen Angaben ist fraglich. Maria war bei der Verkündigung, dass sie schwanger wird, ein junges Mädchen. Als sie folglich gravid geworden war, sprach sie keineswegs darüber. Selbst als Josef die Schwangerschaft mitbekam, schwieg sie., Willy Wiedmann hat jede gemalte biblische Darstellung mit einem Text bestückt. Er beschreibt, um was es hierbei geht und was der Betrachter auf dem jeweiligen Bild feststellen mag. Jene verfassten Texte sind gemäß seinem Sohn vor kurzem in dem seiner Koffer gefunden worden sind. Martin Wiedmann berichtet, erst jetzt, nach dem Tod seines Vaters wird ihm klar, was er im Grunde erschaffen hat. Denn er hatte die Bibel zu keinem Zeitpunkt jemanden zu Lebzeiten gezeigt. Martin ist nun dabei, das Produkt des Vaters bekannt zu machen. Dies versucht er, indem er die gesamte Bibel seines Vaters ablichten ließ, auf dass diese ebenfalls digital betrachtet werden kann. Zu seinen Lebenszeiten hatte Willy keinen Verlag gefunden, der sein Produkt als Schriftwerk auf den Markt bringen wollte. Das Unternehmen des Sohnes brachte nun kürzlich die App wie auch eine DVD der „Wiedmann Bibel“ heraus. Im Rahmen der App können bis zu 280 Bilder kostenlos angeschaut werden. Falls man jedoch mehr von der Bibel sehen möchte, ist es möglich die personalisierte Befugnis zu erkaufen, die einmalig weniger als 5 € kostet. Ein Teil der Einnahmen wird an Hilfsprojekte gespendet., Wiedmanns Stil ist auf der einen Seite bildlich genug, damit die Bibeltexte zur Darstellung gebracht werden und deren Bedeutsamkeit zu erklärenverdeutlicht wird. Andererseits bleibt Willy Wiedmanns Stil auch bei den Figuren abstrakt und verfremdet, weil die Figuren eckig dargestellt sind. Trotzdem war es Willy Wiedmann geglückt, mit wenigen, aber sauberen Linien die Figuren interessante und expressive Züge im Gesicht wie auch Körperhaltungen zu geben. In der eckigen-ungelenkigen Abbildung der Figuren findet sich ein von Willy Wiedmann kreierter Style der Polykonmalerei wieder. Der Stil erinnert stellenweise an die damalige Grafik eines Computerspiels aus der vergangenen Zeit ebenso wie an die Art, wie ein zeitgemäßes Fenster einer Kirche gestaltet ist., Jene Bibel ist etwas andersartig, als sie uns bekannt ist: Diese Bibel verfügt über 3.333 Seiten sowie die jeweiligen, händisch illustrierten Seiten aneinandergereiht bringen es auf zusammenfassend 1,6 Kilometer Gesamtlänge. Jene Grundrechnung ist deshalb angebracht, da der Künstler das alleinige existierende seiner Bibel in Form eines Faltbuches gebunden hat, sodass 19 Bildbänder mitcirca 90 m Länge entstanden sind. Die 19 Bände dieser Bibel inkludieren beinahe sämtliche biblischen Lektüren ebenso wie selbst einige Apokryphen. Es handelt sich um die längste gemalte Bibel der Erde, die von dem Willy Wiedmann (1929 – 2013) geschaffen wurde. An dieser Bibel arbeitete er 16 Jahre lang.