Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Einen Beruf als Berater in Steuerangelegenheiten zu haben. Ein Berater befasst sich überwiegend mit steuerrechtlichen und daneben mit volkswirtschaftlichen Fragen. Berater unterstützen bei der Fertigung einer Steuererklärung. Auf Wunsch übernimmt der Berater den kompletten Steuervorgang. Auf diese Weise muss man sich überhaupt nicht mehr mit der komplexen Thematik zu beschäftigen. Die Problematik übernimmt dann ein Sachkundiger. Zu den zusätzlichen Tätigkeitsbereichen des Beraters gehören die Anfertigung der Jahresbilanz, die Anfertigung der Buchführung, Überprüfung von Steuerbescheiden sowie Vertretung vor Gericht bei Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt. Ein steuerlicher Berater bearbeitet für Betriebe häufig die Buchhaltung, Lohn- und Verdienstabrechnung, Beratungsgespräche im Bezug auf das Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, sowie Beantwortung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Zusätzlich darf der Steuerberater sogar die Insolvenzverwaltung und Stilllegung eines Unternehmens ausführen. Des Weiteren sind Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung, Rating-Beratung, vormundschaftliche und treuhänderische Aufgaben machbar. Das Tätigkeitsfeld des Beraters ist jedoch begrenzt und darf nicht über die Grenzen hinausgehen. Die weiterführende Beratungsleistung darf z.B. lediglich durch einen Rechtsanwalt ergehen. Um die Beschäftigung eines Steuerberaters auszuführen muss der Prüfling eine Steuerprüfung ablegen und als Steuerberater zugelassen worden sein. Die Genehmigung kann über ein Studium an einer Hochschule erfolgen. Anforderung ist ein betriebswissenschaftlicher oder juristischer Hochschulabschluss. Danach muss man eine praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechts machen. Die Dauer der Tätigkeit bemisst sich nach der im Vorfeld geleisteten Studiumslänge. Bei min. 4 Jahren Hochschulstudium sind 24 Monate unumgänglich. Bei weniger als 4 Jahren müssen 36 Monate praktische Lehre absolviert werden. Der zweite Weg zur Steuerzulassung ist eine kaufmännische Ausbildung. Nach der kaufmännischen Ausbildung braucht man zehn Jahre Arbeitserfahrung bevor man die Steuerberaterzulassung kriegt. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Arbeiten und einem mündlichen Leistungsnachweis. Relevante Prüfungsschwerpunkte sind u.a.: steuerliches Verfahrensrecht, Steuern vom Einkommen und Ertrag, Grundsteuer, Verkehrssteuer, Wirtschaftswissenschaften und Rechnungswesen, Volkswirtschaft und Berufsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht und Recht der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt sind drei Arbeiten aus den genannten Themengebieten zu schreiben. Der mündliche Teil der Prüfung setzt sich zusammen aus einem Vortrag und 6 zusätzlichen Prüfungsteilen. Nach der bestandenen Prüfung ist schließlich die Ernennung als Berater in Steuersachen ausführbar. Eine Ernennung ist auch von der persönlichen Eignung des Prüflings abhängig. Die Erennung erfolgt sodann durch die Kammer der Steuerberater. Man bekommt eine Berufsurkunde und kann sodann nach allem als Steuerberater tätig werden. Es besteht die Möglichkeit sich selbstständig zu machen um selbstständig ein Unternehmen zu leiten oder man tritt einem Unternehmen bei. Das geht z.B. in Gestalt einer Sozietät als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung, Bürogemeinschaft, Kommanditgesellschaft, OHG oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zu unterscheiden ist der Steuerberater von einem Rechtsanwalt, der einen Fachanwaltstitel für Steuerrecht hat. Der Anwalt kann nur Beratung leisten, jedoch nicht die komplette Tätigkeit eines Steuerberaters übernehmen. Alle tätigen Berater sind in einem Verzeichnis, was jedermann zugänglich ist, aufgeführt. Gegenwärtig sind so gut wie 94.000 Steuerberater in in der Bundesrepublik zugelassen. Die Zahl ist im Jahr 2014 auf 1,7 Prozent angestiegen. Die große Zahl an steuerlichen Beratern ist ein Symbol für das hohe Bedürfnis an Steuerberatern. Angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten im Steuergesetz geben zahlreiche Menschen und vor allem juristische Personen die Problematik an einen Sachkundigen ab. Die Steuerberater haben ein großes Fachwissen und haben zusätzlich jahrelange Erfahrung auf dem Spezialgebiet. Für die meisten Probleme wissen die steuerlichen Berater eine Lösung. Bei umfassenden Steuerschwierigkeiten empfiehlt es sich einen Berater zu beauftragen.